gender

Die sich selbst zur Sprachpolizei der BVV Lichtenberg berufen fühlende Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen – ihr gehören immerhin ganze fünf von 55 Mitgliedern der BVV an – führt ihren Kreuzzug zur „politisch ideologischen Korrektur“ der deutschen Sprache weiter fort. In den Sitzungen sollen nun unbedingt „quotierte Redelisten“ eingeführt werden. Ob es sich dann um eine „weiche Quotierung“ handeln wird (die geschlechterspezifisch weniger stark repräsentierte Gruppe erhält Vorrang) oder um eine „harte Quotierung“ (Schließung der Rednerliste bei Überrepräsentation eines Geschlechts), will sich die Fraktion noch offen halten. Die Bündnis-Grünen jedenfalls sehen für sich eine solche Notwendigkeit. Es gebe zu viele strukturelle Diskriminierung und zu viele strukturelle Defizite in der BVV.

Doch damit nicht genug. Der in der deutschen Sprache nicht existierende Zwang zum Gendern will von exakt diesen fünf Personen ebenfalls mit aller Gewalt durchgedrückt werden. Alle Anträge in der BVV sollen zukünftig dem Genderwahn anheim fallen, um dabei zu helfen, die in den Köpfen der Fraktionsmitgliedern von Bündnis 90 / Die Grünen manifestierten Weltbilder zu korrigieren. Die Sprecherin dieser Fraktion gibt selbst zu, dass sie diesem uralten patriarchischen Weltbild anhängt. Bei dem Begriff „Arzt“ denkt sie an einen alten Mann mit einem weißen Bart, nicht an eine junge Frau. Weil also bei den Grünen ein Weltbild existiert, welches bei aufgeklärten und gebildeten Menschen längst in die Klamottenkiste verbannt wurde, soll nun also die deutsche Sprache auf das Übelste vergewaltigt werden.

Aber nicht nur, dass die BVV den Grünen bei der Korrektur ihres archaischen Weltbildes hilfreich zur Seite stehen soll – das allein reicht diesen Genderfetischisten nicht aus – dieser Sprachterrorismus soll unbedingt mit Gewalt und Zwang durchgesetzt werden. Denn, so ist es Absicht dieser fünf Fraktionsmitglieder, sollte ein Antrag respektive Schriftstück  nicht dem von ihnen autoritär vorgegebenen Regelwerk entsprechen, wird er nicht behandelt. Das zumindest sind die Utopien und Wunschvorstellungen der kleinsten Fraktion in der BVV Lichtenberg.

 


Bildnachweis
1. Historischer Ausbruch aus der Geschlechterrolle: die Brigantin Michelina De Cesare in Süditalien, 19. Jahrhundert
2. Rathaus Lichtenberg:
    Foto: Georg Feitscher
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