tatmotiv ehre

In der Februar-BVV beantragten wir die Ausstellung „Tatmotiv Ehre“, u.a. zum Thema Ehrenmorde, in das Rathaus Lichtenberg zu holen, die wir über einen Link auf der Seite des Vereins „TERRE DES FEMMES“ gefunden hatten. Das sorgte anschließend für einige Kontroversen und Irritationen. Der Tagesspiegel ehrte uns dann nach der BVV sogar mit einem eigenen kleinen Artikel, Überschrift: „AfD will eine Ausstellung ins Rathaus holen, die es schon lange nicht mehr gibt“ (Link: https://leute.tagesspiegel.de/lichtenberg/macher/2018/02/19/35329/afd-will-eine-ausstellung-ins-rathaus-holen-die-es-schon-lang-nicht-mehr-gibt/?utm_source=email&utm_medium=link&utm_campaign=leute_newsletter ). Diese Überschrift wird von den meisten vermutlich so interpretiert, als sei es unser Wille gewesen, der BVV hier bewusst eine nichtexistente Ausstellung anzudrehen. Das wäre dann allerdings wirklich verwerflich.

Das Leit-Motto des Tagesspiegels „Rerum Cognoscere Causas“ bedeutet übrigens, sinngemäß: „Den Dingen auf den Grund gehen“. Auf telefonische Nachfrage teilte uns also eine TERRE DES FEMMES -Mitarbeiterin mit, dass die Ausstellung durchaus seit ca. einem Jahr nicht mehr angeboten wird. Allerdings musste sie einräumen, das veraltete Links wohl irrtümlich noch existieren konnten. Nun kann eigentlich keiner verpflichtet sein, Angaben von Vereinen, die öffentlich im Netz stehen, immer noch mal per Telefon extra zu verifizieren. Insofern sehen wir uns hier also auch in keiner Schuld. Die Anregung, auf ihrer Homepage auf die Nichtverfügbarkeit der Wanderausstellung hinzuweisen, wollte die Mitarbeiterin aufgreifen bzw. weiterleiten, – auch vor dem Hintergrund, das auf dem aktuell angebotenen Flyer zum Thema „Tatmotiv Ehre“ die Ausstellung ja auch noch weiter beworben wird. Wenn einigen Kollegen und KollegInnen in der BVV der Fehler vorab bereits bekannt war, wie sie ja in ihren Reden ausführten, dann hätten sie uns das allerdings auch mal vorab mitteilen können, da wir uns so alle etwas Zeit hätten sparen können. Auf Nachfrage wurde dann von TERRE DES FEMMES auch noch mitgeteilt, dass eine Neuauflage der Ausstellung Zitat „unter keinen Umständen mehr geplant“ ist. Auf die Frage, ob das Thema „Tatmotiv Ehre“ denn nicht mehr aktuell sei, wurde als Begründung gesagt: Doch sicher, aber es gäbe ja eben auch viele andere Formen der Bildung als solche Ausstellungen.

Wir möchte auch noch mal kurz zum erhoben Rassismus-Vorwurf „den Dingen auf den Grund gehen“: So ist es für Linke inzwischen anscheinend auch Rassismus, eine barbarische Kultur oder Religion zu kritisieren. Für uns ist solche Kritik dagegen eine Bürgerpflicht. Das unterscheidet uns fundamental. Ihre Kultur oder Religion können Menschen wählen, ihre Biologie nicht. Millionen Juden wurden damals nicht primär aus kulturellen oder religiösen Gründen ermordet, sondern gerade weil sie jüdischen Blutes waren. Das war Rassismus. Aktuell müssen aber gerade die linken Gedenk-Weltmeister verantworten, das unzählige neue Antisemiten in unser Land kommen, – nicht wir, die AfD. So ist es nach Gerichtsbeschlüssen in Deutschland z.B. keine Beleidigung,  sondern nur eine zulässige Meinungsäußerung, jemanden anderen als „Rassist“ zu bezeichnen, egal ob das berechtigt ist, oder nicht (http://www.damm-legal.de/olg-frankfurt-a-m-zur-abgrenzung-zwischen-meinungsaeusserung-und-schmaehkritik-vorwurf-sprachrohr-fuer-rassismus-u-a ) Warum also beim nächsten unfreundlichen Busfahrer, oder beim nervigen Ex-Partner nicht einfach öfter mal: „Du Rassist!“ sagen? Denn im Unterschied zu anderen Schimpfworten kann einem hier ja nichts passieren. „Alles ist erlaubt, aber es frommt nicht alles“ sagte allerdings auch schon der Apostel Paulus (1. Korinther, 23). Dass mit der ständigen Ausweitung des Begriffes „Rassismus“ eine echte Abscheulichkeit immer weiter verharmlost wird, das kann eigentlich keiner wirklich wollen. Vielleicht schalten in Zukunft einige, bevor sie ihr Mundwerk in Betrieb nehmen, auch mal öfter wieder ihr Gehirn ein.