Eigentlich wird das Dschungelcamp in Australien gedreht – aber jüngst fand in der Aula der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft eine Art Parallelaktion statt. Die BVV tagte zum Thema Bebauungsplan für die Rummelsburger Bucht zu Berlin. Es ging um Wohnungen, Schulen und Kitas.

Die Teilnehmer sind alle sattsam bekannt: Eine CDU, die sich beim Verkauf städtischen Wohnraums nicht mit Ruhm bekleckert, aber reichlich bedient hat, eine Linke, die 40 Jahre billigen Wohnraum zum Preis völlig verfallender Innenstädte anbot, eine SPD, der wir die westlichen Varianten der „Fickzellen mit Fernheizung“ (Heiner Müller) verdanken, also die Platte a la Märkisches Viertel oder Gropiusstadt und die Grünen, die mit Wärmedämmung und ungedämmter Einwanderung für den Anstieg der Mieten hauptverantwortlich zeichnen.

Natürlich verstehen sich die Teilnehmer als die Stars der Demokratie. Andere außer Christdemokraten, Kommunisten, Sozialdemokraten und Grüne kann es in dieser Demokratie eigentlich gar nicht geben; im besten Fall sind sie Nebendarsteller oder werden zu solchen Nebenrollen gezwungen. Dass die Hauptdarsteller ihre beherrschende Position nur mit links-faschistischen Banden durchsetzen können, weiß in Lichtenberg jeder, der mit der politischen Szene vertraut ist. Anschläge gegen Lokale, die der Opposition Versammlungsräume vermieten, gehören zum von den Hauptdarstellern stillschweigend geduldeten Alltag.

Doch nun erlebte die BVV am eigenen Leibe den Terror der Linken. Geschlagene zwei Stunden wurde deren Sitzung vom Umfeld linker Täter belagert, wurde gepfiffen, gebrüllt und geschrieen. Da merkte man allen Beteiligten an: Sie wollen hier raus. Das Dschungelcamp mit den linksfaschistischen Schlägerbanden ist nichts für CDU, Linke, SPD und Grüne. Andererseits war man verpflichtet, den sogenannten B-Plan für die Rummelsburger Bucht zu beschließen; man ist an Verträge gebunden. Eine Flucht war also nicht möglich. Und so quälten sie sich durch das Dickicht.

Die Opposition hatte daran ihr stilles Vergnügen und die Zuschauer auch, sofern sie nicht zu den kreischenden und grölenden Linksfaschisten gehörten. Am Ende stimmten dann, bis auf einen, alle Hauptdarsteller mit der Opposition für den B-Plan. Die Opposition, d.h. die Alternative für Deutschland, hatte sich schon im Vorfeld, bei aller berechtigten Kritik an Teilen des Plans, deutlich positioniert: Für eine attraktive Neubebauung und gegen Vermüllung. Nur die Grünen zeigten sich solidarisch mit den Linksfaschisten im Saal und stimmten gegen den B-Plan. Ginge es nach den Grünen, würde die Rummelsburger Bucht weiter verdrecken.

Anschließend eilten alle nach Hause, begleitet von Geräuschen, die an einen Dschungel erinnern. Der aber wird an der Rummelburger Bucht nun endlich etwas gelichtet, denn Wagenburgen und Drogenschiffe werden verschwinden. Dass von den Stars im Dschungelcamp – CDU, Linke, SPD und Grüne – demnächst auch welche ausscheiden müssen, dafür sorgen dann Sie, die Wähler, indem Sie sich für die Opposition und gegen städtische Brachen, für Wohnungen und gegen Dreck, für Schulen und gegen Drogen, für den Rechtsstaat und gegen Linksfaschismus entscheiden.