Vor etwa 30 Jahren gingen die Menschen zwischen Ostsee, Erzgebirge, dem Harz und der Oder auf die Straße und vertrieben die kommunistisch-sozialistischen Machthaber der SED aus ihren Ämtern und Geschäftsräumen. Sie machten dem Spuk dieser fehlgeleiteten Ideologie auf deutschem Boden ein Ende. Weltweit brach (fast) das gesamte Kartenhaus von Kommunismus und Sozialismus zusammen. Selbst China passte seine Staatsform nach und nach den wahren Gegebenheiten an. Nur ein einziger Staat hält nach wie vor an dieser gescheiterten Ideologie fest: Nordkorea unter seinem Despoten Kim Jong-un. Doch selbst er scheint hin und wieder festzustellen, dass es nicht so wirklich weit her mit seiner Politik ist.

Ein mutmaßlich probates Mittel in den Anfangsjahren der „kommunistischen Weltrevolution“, um sie richtig in Schwung zu bringen, so versprachen es sich wohl die Initiatoren, war die Enteignung. Ob Land oder anderes privates Eigentum – alles wurde verstaatlicht. Hungerkatastrophen mit millionenfachen Tod aufgrund von Missernten waren die ersten „Erfolge“ dieser Enteignung. Private Betriebe, vor allem im SED-Staat, wurden zu „Volkseigenen Betrieben (VEB)“ umgewandelt. Die Planwirtschaft, die oft genug am Bedarf der Menschen vorbei produzierte (oder eben auch nicht produzierte, weil es an allen Ecken und Enden an Materialien fehlte), wurde zum ehernen Gesetz in der Wirtschaftspolitik. Ihr Scheitern trug letztlich maßgeblich zum Zusammenbruch des gesamten Systems bei.

Doch es hat den Anschein, dass die Postkommunisten in Deutschland, die heute parteipolitisch als „Die Linke“ firmieren, aus den Ereignissen der Vergangenheit nicht ein Stück gelernt haben. Beim Landesparteitag wurde jüngst eine Kampagne zur Enteignung und Verstaatlichung von Wohnungsbaugesellschaften verabschiedet. Für diese Kampagne sprachen sich sowohl die Landesvorsitzende Katina Schubert wie auch der ebenfalls anwesende Bundesvorsitzende der Partei, Bernd Riexinger, aus. Enteignung und Verstaatlichung – so begann es dereinst auch schon. Die Geschichte hat gezeigt, dass diese Ideen nicht wirklich zukunftsorientiert und keinesfalls bei der Problemlösung hilfreich sind.

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