Gruene_Stricken_Politik

In der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) in Berlin-Lichtenberg lieferte die kleinste Fraktion einmal mehr ein Beispiel groben Unfugs. Auf Anstrengungen der Grünen-Fraktion gibt es jetzt eine quotierte Rednerliste. Das heißt, dass bei Wortmeldungen immer abwechselnd zwischen Weiblein und Männlein zu wechseln ist. Erst wenn sich kein Vertreter aus einem der beiden Geschlechter mehr zu Wort gemeldet hat, greift wieder die alte Regelung der Reihenfolge der Wortmeldungen. Angenommen wurde dieser Vorschlag mit den Stimmen der rot-rot-grünen Fraktionen in der BVV; die AfD-Fraktion stimmte dagegen.

Der »Tagesspiegel« gab einer der Initiatoren Raum, ihren Antrag zu propagandieren. Die Kommentare darauf aber waren recht eindeutig. Von 37 aktuell erstellten Kommentaren war einer zustimmender Natur, einer relativ neutral, doch 35 Kommentare sprachen sich nachhaltig und mitunter sehr deutlich gegen diese Neuerung aus. Einer der kürzesten Beiträge traf aber den Nagel voll auf den Kopf: »Wer wirklich etwas zu sagen hat, braucht keine Quote.«